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Für uns gegenwärtig keine Frage, ist etwas zu befördern, gibt es vielfältige Optionen. Für jedes nach dem, was, wie groß, wie viel und wie schwer die Waren und Gebrauchsgegenstände sind, zeigen sich unterschiedliche Möglichkeiten an. Einen Umzug von A nach B kann man oft in Eigenregie mit einem Kleintransporter absolvieren. Reicht dieser größentechnisch nicht aus, wählt man einen Lastkraftwagen mit bis zu 7,5 t. Größer geht sicher auch es fahren die unterschiedlichsten Lastkraftwagen auf unseren Straßen und Autobahnen umher, um die Waren ans Bestimmungsort zu bringen.
Brummi Frachtgut – wie alles begann
Die deutsche Story des Warentransports per Lastwagen (LKW) begann bereits zu Anbruch des 20. Jahrhunderts. Die Entdeckung des LKW kann man getrost den Pionieren jener Zeit anrechnen, es waren
· Gottlieb Daimler, geb. 1834, baute 1886 in Cannstadt einen 1872, unter seiner Führung und von Nikolaus Otto entwickelten, Viertaktmotor in eine Kutsche ein und gilt somit als Erfinder des Kraftwagens. Am 1. Oktober 1896 lieferte DMG (Daimler-Motoren-Gesellschaft) den ersten LKW der Welt aus.
· Carl Benz, geb. 1844, gründete 1883 die ‚Benz & Cie. Rheinische Gasmotorenfabrik Mannheim‘. Auch er war in der Entwicklung und Fertigung von motorisierten Fahrzeugen zum Gütertransport engagiert. Er baute 1895 bereits einen Motoromnibus und führte 1900 seinen ersten LKW vor.
· Heinrich Büssing, geb. 1843, gründete 1903 in Braunschweig die ‚Heinrich-Büssing-Spezialfabrik für Motorwagen und Motoromnibusse‘. Das Projekt produzierte Lastwagen und Omnibusse. Im Jahre 1908 gründete er in Berlin die weltweit erste Kraftverkehrsgesellschaft.
1926 fusionierten die von Carl Benz gegründete ‚Benz & Cie. Rheinische Gasmotorenfabrik Mannheim‘ und die von Gottlieb Daimler gegründeten ‚Daimler-Motoren-Gesellschaft‘. Seit dem Augenblick ist diese Bindung als ‚Daimler-Benz AG’ bekannt, die auch heute noch weltweit bekannt und hoch angesehen ist. Nicht nur die Brummi Sparte, sondern auch bei den PKW’s, im gehobenen Preissegment, hat sich die ‚Daimler-Benz AG‘ weltweit über all die Jahre einen guten Namen aufgebaut und überzeugt durch Qualität.
In den Jahren 1900 bis 1908 gab es keine direkten Vorschriften für LKW. Die Fahrzeuge wurden nach den damaligen Anforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten der Erzeuger produziert. Die Maße waren in den Anfängen
· LKW-Länge bis zu 6 Meter
· LKW Breite 2 Meter
· Nutzlast 3,5 Tonnen
· Gesamtgewicht 6,5 Tonnen
Lastkraftwagen – Giganten der Fahrbahn
Ein Lastkraftwagen (LKW), oder Lastwagen (LW) wird in der Umgangssprache gerne Laster genannt, gehört zu den Nutzfahrzeugen. Es ist ein Kraftfahrzeug mit starrem Rahmen und darf im Unterschied zum Sattelschlepper einen Anhänger ziehen. Er wird für gewerbliche Zwecke hauptsächlich zum Transport von Gütern und Waren eingesetzt. Im englischen heißt der Sattelzug ‚commercial vehicle‘ oder ‚commercial truck‘. Er ist nicht für die Beförderung von Personen gedacht. Die Abkürzung LKW hat sich in unserem Sprachgebrauch so festgesetzt, das kaum noch jemand von Lastkraftwagen in der langen Fassung spricht.
Klassifizierung von LKW in Deutschland
Die Einteilung erfolgt nach dem zulässigen Gesamtgewicht (zGG) bzw. der zulässigen Gesamtmasse (ZGM), der Anzahl der Achsen und der Zweckbestimmung.
· Kleinlaster und umgebaute Pkw bis 3,5 t
· Leichte LKW bis 7,5 t
· Mittelschwere LKW bis 12 t
· Schwere LKW als Hänger- oder Sattelzüge bis 40 t (im Kombiverkehr bis 44 t, aber die maximale Last von 11,5t t pro Achse muss beachtet werden)
Da jeder Staat über eine vielfältige Gesetzgebung verfügt, hat man sich in der Europäischen Union in der Richtlinie 96/53/EG des Rates vom 25. Juli 1996 über folgende Gewichte und Maße der LKW für den grenzüberschreitenden Verlastung geeinigt (im nationalen Recht [in Deutschland StVZO] können abweichende Regelungen für den Verkehr im Bereich des Landes getroffen werden):
Größte Länge 18,75 m bei einem Lastzug (Lastkraftwagen mit Anhänger)
16,50 m bei einem Sattelkraftfahrzeug (Kraftfahrzeug mit einem Sattelanhänger bzw. Auflieger)
Größte Breite 2,55 m gilt für so gut wie sämtliche Fahrzeuge
Ausnahme 2,60 m größte Breite der Aufbauten von klimatisierten Fahrzeugen
Größte Höhe 4,00 m
Größter Abstand 12,00 m zwischen der Achse des Sattelzapfens und der hinteren Begrenzung des Sattelanhängers
16,40 m zwischen dem Frachtausschreibung vordersten äußeren Punkt der Ladefläche hinter dem Fahrerhaus und dem hintersten äußeren Punkt des Anhängers der Fahrzeugkombination
15,65 m zwischen dem vordersten äußeren Punkt der Ladefläche hinter dem Fahrerhaus und dem hintersten äußeren Punkt des Anhängers der Fahrzeugkombination, abzüglich des Abstands zwischen der hinteren Begrenzung des Kraftfahrzeugs und der vorderen Begrenzung des Anhängers (nutzbare Ladefläche)
Höchstzulässiges Gewicht 18,00 t zweiachsige Anhänger
25,00 t dreiachsige Anhänger
36,00 t vierachsige Lastzüge oder Sattelkraftfahrzeuge
40,00 t Fahrzeugkombinationen mit fünf oder sechs Achsen
44,00 t dreiachsiges Kraftfahrzeug mit zwei- oder dreiachsigem Sattelanhänger, das im kombinierten Verkehr einen ISO-Container von 40 Fuß befördert
Höchstzulässige Achslasten 10,00 t Einzelachse ohne Antrieb
11,50 t Antriebsachse
Brummi Frachtgut – was wird transportiert?
Die Frage darf ganz einfach anhand: es wird alles auf der Straße transportiert, was von A nach B soll. Es gibt wohl nichts, was nicht hin und her gefahren werden darf. Es können kleine Einzelteile, wie z.B. Knöpfe, Büroklammern u.s.w. sein, aber auch sehr große Bauteile wie z.B. die Einzelteile einer Windenergieanlage. Keineswegs selten sieht man auf den Autobahnen auch LKW die PKW transportieren und wie wir alle wissen, wird auch der nuklearer Abfall per LKW über unsere Straßen und Autobahnen befördert.
Im täglichen Verkehr geht es in der Hauptsache um
· Grundnahrungsmittel
· Frisches Obst und Gemüse
· Blumen und Pflanzen
· Pakete, Päckchen und Post
· Druckerzeugnisse
· Lebende Tiere
Freilich nehmen auch Produzenten und Händler die LKW Fracht in Anspruch, beispielsweise werden
· Textilien
· Baustoffe
· Rohstoffe für die Industrie
· und vieles Andere mehr
über die deutschen und internationalen Straßenwege gefahren.
Häufig wird die Lastkraftwagen Fracht in Kombination mit See-, Bahn- und Luftfracht eingesetzt. Die Güter können nur in seltenen Fällen geradezu mit der Eisenbahn oder dem Flugzeug zum Bestimmungsort / zu dem Warenempfänger geliefert werden. Der Lastkraftwagen steht dann an den entsprechenden Orten, z.B. Häfen, Flughäfen und Güterbahnhöfen, parat um die Fracht zu übernehmen und an den Zielort zu bringen.
Stückgut – Begriffsbestimmung
Alle obig genannten und nicht genannten Waren und Güter werden als Stückgut befördert. In der Logistik wird alles Stückgut bezeichnet, was an einem Stück befördert werden kann, z.B. gefüllte Kisten, Paletten entweder liegen die Waren direkt drauf oder sind in einzelnen Kartons abgepackt, Maschinen oder Anlagenteile, Kabel-, Papier- oder Blechrollen und Fässer. Kurz gesagt: Stückgut ist alles, was zwischen Versender und Empfänger im Haus-zu-Haus Verkehr gefahren und ausgeliefert wird. Ab einem Gewicht von 50 kg, unter dem Gewicht kommt ein Kurierdienst für die Versendung der Ware in Frage, bis hin zu 2500 kg, unter Beachtung der zulässigen Nutzlast des Lastkraftwagen. Es gibt auch weitaus schwerere Sendungen, für die dann entsprechend größere Lastkraftwagen herangezogen werden müssen. Bei dem Gewicht geht es nicht ausschließlich um das Warengewicht, auch die Verpackungen und Paletten müssen auf jeden Fall dazu gerechnet werden. Es gibt Waren, die vom Gewicht her ganz leicht sind, aber durch Transport Ausschreibung Kartons und Paletten (üblicherweise aus Holz) das warenspezifische Gewicht vervielfachen (z.B. Federn oder Verpackungsfülsel).
Sammelgut – Abgrenzung
Als Sammelgut wird die Zusammenfassung von gleichen oder verschiedenen Stückgütern (englisch: packing unit) zu einem Stück bezeichnet. Da eine Sendung an einen Empfänger häufig aus mehr als einem Stück besteht, werden einzelne Stücke als Kollo (Mehrzahl Kolli) zusammengefasst. Praktisch werden mehrere Stücke zu einer Verpackungseinheit zusammen gepackt. Beispielsweise werden kleine Kartons mit artikel in einen großen Umkarton gepackt, so erhält man ein Kollo (englisch. trading unit) bzw. mehrere Kolli. Aus den einzelnen kleinen Packstücken wird ein großes Packstück, das dann auch beim Transport besser zu handhaben ist als die einzelnen kleinen Pakete.
LKW Frachtgut – Frachtvertrag
Der Frachtvertrag ist in Deutschland ein Vertragstyp des Handelsrechts, von Rechts wegen gesehen fällt er unter das Transportrecht. Der Frachtführer verpflichtet sich, eine übernommene Sendung gegen Entgelt (= Fracht) zu dem vom Auftraggeber genannten Empfänger zu transportieren. Es ist ein konsensual geschlossener Vertrag, das heißt eine übereinstimmende Willenserklärung – Angebot des Frachtführers und Annahme des Versenders reicht aus. Es bedarf keiner bestimmten Form (Formfreiheit), kann daher auch mündlich oder fernmündlich geschlossen werden. Eine Ausstellungspflicht für einen Frachtbrief gibt es nicht, wird er vom Frachtführer verlangt ist es erforderlich. In der Regel gibt es zu jeder LKW Fracht auch den dazugehörigen Frachtbrief.
Frachtbrief
Das wichtigste Warenbegleitpapier ist der Frachtbrief (englisch: waybill), er wird in 3-facher Abschrift erstellt. Er ist das Beförderungsdokument für den Frachtvertrag, das der Frachtführer dabei hat und ihn als Träger der Güter ausweist. Eine Exemplar des Frachtbriefes hat der Verfrachter, die zweite Kopie hat der Empfänger, was ihn gleichzeitig als Eigentümer der Ware ausweist. Ausgestellt werden die Dokumente von dem Versender der Waren. In Deutschland sind auf dem Frachtbrief in der Regel folgende Informationen vorhanden (die aber gesetzmäßig nicht sein müssen):
· Ortschaft und Tag der Ausstellung
· Bezeichnung und Adresse des Absenders
· Name und Adresse des Frachtführers
· Bezeichnung und Adresse des Empfängers
· Stelle und Tag der Entgegennahme des Gutes
· Warenbezeichnung und Gewicht
· Typ der Verpackung
· Anzahl, Zeichen und Nummern der Frachtstücke (Kolli)
Funktionen des Frachtbriefs
Der Frachtbrief, auch Warenbegleitdokument, dient als Informations- und Instruktionspapier. Der Versender informiert den Beförderer, Spediteur, Lagerhalter und den Empfänger über die Art und Menge der Fracht, die Transportstrecke und ggfs. über wichtige Hinweise zur Beförderung und Ablieferung. Aus diesem Anlass ist immer eine Ausfertigung des Frachtbriefes an der Ware bzw. in Händen des Frachtführers. Der Frachtbrief hat Beweisfunktion, der vom Versender und Frachtführer unterzeichnete Frachtbrief dokumentiert den Abschluss des Frachtvertrages. Der Frachtführer quittiert die ordnungsgemäße Übernahme der artikel für Menge und unversehrte Verpackung. Kann er beim beladen die Angaben gem. Frachtbrief nicht überprüfen, kann er einen entsprechenden Aktennotiz auf dem Papierblatt machen. Die Kontrolle ist wichtig, weil der Transporteur in der Regel für verloren gegangene Ware haftet. Er handelt also im eigenen Interesse und sollte die Ware vor der Fahrt auf Gesamtheit gem. Frachtbrief begutachtet haben, damit es beim ausladen keine bösen Überraschungen gibt. Meist lässt sich der Auslieferer die Ablieferung der Ware auf dem Frachtbrief vom Empfänger quittieren, damit hat er einen Abliefernachweis für die spätere Rechnungsstellung hat.
LKW Frachtkosten
Die Berechnung der Frachtkosten besteht aus mehreren Einzelposten, die dabei eine Rolle spielen unter anderem:
· Distanz
· Gewicht
· Dieselzuschlag
· Maut
· Versicherung
Bei dem Gewicht unterscheidet man zwischen
· Bruttogewicht
· Volumengewicht
das rechnerisch höhere Gewicht wird in Ansatz gebracht.
Lastwagen Maut
Seit dem 01. Januar 2005 gibt es in Deutschland die Brummi Straßenbenutzungsgebühr, eine streckenbezogene Straßenbenutzungsgebühr für Bundesautobahnen und stark vom Laster Verkehr benutzten Landstraßen. Sie gilt ausschließlich für gewerblich eingesetzte Kraftfahrzeuge und den gewerblichen Güterkraftverkehr, wie schwere Nutzfahrzeuge mit mindestens 12 t. Die Berechnung der Maut erfolgt nach zurückgelegter Fahrstrecke auf o.g. Straßen, nach der Anzahl der Achsen und der, je nach Fahrzeug unterschiedlichen, Emissionsklasse.
Brummi Maut – wie funktioniert das?
In Deutschland funktioniert die Gebühr der Maut über ein GPS-System. Die deutschen Spediteure haben zwei Möglichkeiten an diesem System teilzunehmen. Entweder sie haben in ihren Fahrzeugen die sogenannte OBU (on board Unit) eingebaut, mit der sie automatisch während der Fahrt ins Streckennetz eingebucht werden oder sie buchen sich manuell an den Mautstellenterminals via Internet der ‚Toll Collect‘ ein und geben ihre Daten ein. Für ausländische Transporteure ist die manuelle Streckenbuchung vorgesehen.
Mautpflicht – gilt nicht für Alle
Ausgenommen von der Regelung sind unter anderem
· Kraftomnibusse
· Fahrzeuge der Polizei, Bundeswehr, Feuerwehr, Zivil- und Katastrophenschutz und des Bundes
· Fahrzeuge zum Transport von humanitären Hilfsgütern
· Fahrzeuge der Schausteller und des Zirkusgewerbes, die ausschließlich dem gewerblichen Zweck dienen
Mautpflichtige Straßen in Deutschland
Die Maut sollte erst einmal nur für die Bundesautobahnen erhoben werden. Da sich allerdings schnell hochfrequentierte Ausweichstrecken heraus kristallisiert haben, wurde die Mautpflicht auch für Teilestrecken von Bundesstraßen eingeführt. Damit die Bundesstraße mautpflichtig wird, müssen eine Reihe von Kriterien erfüllt sein. Zur Zeit sind es Teilabschnitte der B4, B 9 und B 75, aber immer mehr Städte und Gemeinde lassen prüfen, ob auch ‚ihre‘ Bundesstraße mautpflichtig werden kann. Dabei geht es um Lärm- und Emissionsschutz, also um das Wohlbefinden der Anwohner und der nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer.
Brummi Fracht – Ihre Entscheidung
Man unterscheidet nach Distanz der zurück zu legende Strecke
· Nahverkehr – im Radius von 50 km um das Umschlaglager
· Regionalverkehr – der Bereich von 51 bis 150 km zu fahrender Wegstrecke
· Fernverkehr – alles über 151 km Wegstrecke
Anhand der Entfernungen lässt sich schon sehen, dass kaum ein anders Transportmittel in Frage kommt. Luftfracht z.B. von Hamburg nach München wäre zwar wesentlich schneller, Hingegen im Verhältnis auch wesentlich teurer. Möchte man seine Waren z.B. in die USA verfrachten, wird es ausschließlich per Laster nicht möglich sein. Aber auch dabei hat man die Wahl zwischen Seefracht und Luft Fracht. Es ist alles eine Frage des Geldes und der Zeit. Sicherlich hat man kaum eine Wahl, wenn es z.B. um lebende Tiere oder frische Nahrungsmittel geht, sich für die schnellere Variante zu entscheiden, allerdings werden die Transportkosten auch immer anteilig an die Warenempfänger, Verbraucher und Konsumenten weiter gegeben. Es liegt in ihrer Entscheidung, wie sie ihre Produkte, Waren und Güter transportieren lassen.